(lf)Bienenbüttel. Feuerwehrhaus Bienenbüttel seiner Bestimmung übergeben.
Baustaub liegt in den Ecken, die Einsatzklamotten sind provisorisch über Stühle gelegt, im Sanitärbereich fehlen die Waschbecken, Gerätschaften lagern noch an drei verschieden Stellen, aber offiziell ist die Bienenbüttler Feuerwehr am Samstag in ihr neues Feuerwehrhaus eingezogen.Neues Domizil, neue Strukturen, neue Ausbildungschancen, lauten die Ziele, die die freiwillige Feuerwehr mit dem Einzug in das neue Feuerwehrhaus verbindet. "Was lange währt wird endlich gut", oder "eine never ending Story" - es gab viele Beschreibungen für den Bauprozess gerade dieser Bienenbüttler Großbaustelle.

Und so manche Hürden musste seit dem Beschluss des Gemeinderates - im Mai 2001 ein neues Feuerwehrhaus zu bauen - überwunden werden . Die Kosten des Feuerwehrhauses Bienenbüttel liegen bei knapp 1,3 Millionen Euro - ohne Inventar, davon rund 200.000 Euro Eigenleistungen der Freiwilligen Feuerwehr Bienenbüttel. Das Anspruchvolle dieser Großbaustelle: Eigenleistungen müssen koordiniert und fachlich sauber ausgeführt sein. Gerade bei den technischen Ansprüchen einer modernen Feuerwehr gilt es auch die Begehrlichkeiten von Rat, Verwaltung, Architekt und Feuerwehr möglichst optimal abzustimmen. Aber bei der Schlüsselübergabe am Samstag standen dann doch der besondere Nutzen, das außergewöhnliche Engagement der Akteure und der gelungenen Neu-, Um- und Erweiterungsbau einer ehemaligen Industriebrache im Vordergrund: "Die Mitglieder der Ortswehr Bienenbüttel sind dafür bekannt, gerade Großprojekte organisatorisch in bestechender Weise über die Bühne zu bringen. Was die Wehr jedoch seit Baubeginn Anfang 2004 geleistet hat, ist eigentlich gar nicht richtig darzustellen" lobte Bürgermeister Dieter Holzenkämpfer und war sich sicher: "Bei Euch, den Mitgliedern der Ortswehr Bienenbüttel, weiß ich das Haus in guten, bewährten und sachkundigen Händen". Das neue Feuerwehrhaus Bienenbüttel wird auch als Gemeindefeuerwehrzentrum dienen. " Wir haben jetzt die Chance - gemeinsam mit allen Ortsfeuerwehren eine ganz neue Art der Ausbildung voranzubringen", so Gemeindebrandmeister Manfred Zaiser. Zaiser übergab dann den Schlüssel symbolisch an Ortsbrandmeister Klaus-Georg Franke weiter, der als erstes seine Baustellencrew lobte und mit Stolz auf die geleistete Arbeit hinwies. " " Wir ziehen in eine Noch-Baustelle, werden aber diese Phase auch meistern". Für Franke ist klar, dass nach der Fertigstellung des Feuerwehrhauses im November 2006, die Feuerwehr Bienenbüttel total umgekrempelt wird. "Einsatzstrukturen, modulare Ausbildung und Vernetzung mit den Ortsfeuerwehren werden nicht zuletzt wegen der Effektivität, der Leistungsfähigkeit aber auch der Erwartungshaltung an die Feuerwehren geändert werden müssen". Dass dieser Vorschlag mehr als nur eine Vision ist, zeigt auch die Ausrüstung des Feuerwehrhauses. Architekt Frank Wernstedt dazu:"Das Feuerwehrhaus Bienenbüttel war in jeder Hinsicht eine echte Herausforderung. Sicherlich sind bei diesem Projekt auch Kompromisslösungen entstanden, aber technisch gesehen ist die Feuerwehr Bienenbüttel mit einer elektronische Schließanlage (Transponder statt Schlüssel), Alarmierung über Bluebox und der installierten EIB-System für die Zukunft gut gerüstet". Hintergrund dieser teilweise computergesteuerten Ausstattung ist auch die hohe Frequenz der Nutzer. " Wenn wir allein unsere rund achtzig aktiven Mitglieder mit einer individuellen Zugangsberechtigung ausstatten wollen, dazu Mitglieder der Ortsfeuerwehren und ggf. externe Akteure, brauchen wir zuverlässige Systeme, Netzwerke und mehr", so Ortsbrandmeister Franke. Hightech ist die eine Sache, das ehrenamtliche Engagement miteinander, die Andere. Bauamtsleiter Uwe Gundlach - die Schaltstelle zwischen Feuerwehr und Verwaltung - freut über das gelungene Projekt. "Das Feuerwehrhaus Bienenbüttel mit integriertem Gemeindefeuerwehr-zentrum ist eine tolle Sache, die Zukunft hat". Zum gemütlichen Teil luden Verwaltung und Feuerwehr anschließend gemeinsam ein. Orstbrandmeister Franke führte Mitglieder des Rates durch die Räume. Sie zeigten sich beeindruckt vom komplexen Bau und sahen spätestens beim Rundgang die neuen Perspektiven in Sachen Feuerwehr. Und ein junger Feuerwehrmann brachte es abends nach dem 3:0 für Deutschland auf den Punkt. "Wir sind auch eine gute Mannschaft und haben schon viel geschafft"!

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