Nordostniedersachsen/Uelzen. Alles begann im alten Funkhaus an der Rosenmauer in Uelzen mit einer Idee und leidenschaftlichem Engagement. Vor zehn Jahren gingen die Feuerwehren der Landkreise Uelzen und Lüneburg mit Florian ZUSA, dem Feuerwehr-Hörfunkmagazin, erstmals auf Sendung. Dieses Jubiläum feierte die Redaktion am vergangenen Sonntag im Feuerwehrhaus Bienenbüttel mit rund 90 Gästen.

Unter den Gästen waren auch Landesfeuerwehrpräsident Hans Graulich und Sönke Jacobs, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Feuerwehrverbandes. Sie lobten einhellig das ungewöhnliche Engagement und überreichten dem Redaktionsleiter Claus Lühr den Berliner Bären als Symbol für Standhaftigkeit und Durchsetzungskraft.

1998 wurde das bundesweit einmalige Projekt von Oliver Witt, Markus-Björn Peisker und Loni Franke initiiert. Obwohl der erste Sendeplatz vom Programmrat genehmigt und vom damaligen Chefredakteur des Bürgerfunksender Radio ZUSA gebilligt wurde, räumte man diesem sehr speziellen Magazin keine große Überlebenschance „on air“ ein. Eine Stunde Sendezeit in der Woche musste den drei ehrenamtlichen Redakteuren reichen, um kurz, knapp und bündig über Aktuelles in Sachen Feuerwehr zu berichten. Große Unterstützung fanden die drei Redakteure bei Hans-Jürgen Hildebrand, Kreisbrandmeister von Uelzen, und Werner Meyer, dem damaligen Kreisbrandmeister des Landkreises Lüneburg. Die übrige Feuerwehrlandschaft stand diesem Unterfangen mit großer Skepsis gegenüber; Öffentlichkeitsarbeit im Hörfunk hielten etliche Führungskräfte damals nicht für angebracht.

Der Hörerkreis wuchs beachtlich, die Zusammenarbeit mit den Einsatzleitstellen der Landkreise funktionierte gut und nach kurzer Zeit erhielt die Redaktion Verstärkung von Andreas Apeldorn aus Adendorf, Landkreis Lüneburg.

Mit nur einer kurzen Unterbrechung von Januar bis März 2001 führte Loni Franke das mittlerweile zweistündige Magazin bis August 2003. Seit 2001 sind auch die Landkreise Lüchow-Dannenberg und Harburg, und Claus Lühr, der jetzige Chefredakteur von Florian ZUSA, mit von der Partie. Ebenfalls 2001 entstand die neue Plattform Internetradio. Der redaktionelle Neuzugang Arne Sties, Informatiker aus Uelzen, machte dies möglich. Als Webmaster und Online-Redakteur administriert er die mittlerweile hunderttausendfach bekannte Website www.florian-zusa.de derzeitaus beruflichen gründen aus München. Mit täglich mehr als tausend Aufrufen ist hier die wohl bekannteste Norddeutsche Feuerwehrwebsite entstanden.
Florian ZUSA war im Laufe der Jahre häufig bundesweit unterwegs. Das Magazin berichtete von der Interschutz aus Augsburg, vom deutschen Jugendfeuerwehrtag im Saarland, von internationalen Wettbewerben oder sorgte für Liveschaltungen aus dem europäischen Ausland. Im August 2003 übergab Loni Franke Claus Lühr die Redaktionsleitung. „Es ist einfach unglaublich, wie viele Feuerwehr-Events, -Interviews und -Reportagen alle beteiligten Mitstreiter in den vergangenen 10 Jahren ehrenamtlich abgearbeitet haben“, resümiert sie.

Gemeinsam mit seinen neuen Kollegen Andreas Bahr und Jan Wilkens, hat Claus Lühr das Magazin Florian ZUSA weiter auf Erfolgskurs gehalten und ausgebaut. Videoclips, Mitschnittservice und ein großer Downloadbereich auf der Website gehören zum Angebot. Feuerwehren, Internetberichterstattung und Hörfunkmagazin gehen eine öffentlichkeitswirksame Symbiose ein. Die Arbeit der Redaktion ist hart und anspruchsvoll. Wöchentliche Newsletter, das aktuelle Einstellen von Berichten aus nunmehr sieben Landkreisen, Terminabsprachen, Sendeplanung, das Generieren von Interviewgästen und die gesamte Koordination gehen nach Feierabend ehrenamtlich über den Schreibtisch des Landwirtes und leidenschaftlichen Feuerwehrmannes Claus Lühr und seiner Mitstreiter.

Jan Wilkens (Natendorf) und Andreas Bahr (Barendorf) moderieren, fahren die Studiotechnik, sind vor Ort bei den Leuten und Geschichten. Rund 150 Pressewarte aus den Landkreisen Herzogtum Lauenburg, Celle, Uelzen, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Harburg, Soltau-Fallingbostel und Gifhorn arbeiten der Redaktion zu. Alle arbeiten gänzlich ohne Honorar, um sonntags zwischen 13 und 16 Uhr in Nordostniedersachsen ca. 15.000 Hörer mit aktuellen Feuerwehrinfos zu versorgen und zu unterhalten. Manch ein Kritiker ist inzwischen eines Besseren belehrt worden und hat erkannt, dass die Zusammenarbeit der vielen hundert Feuerwehren über Landkreisgrenzen hinweg auch stark durch den Nachrichtenknotenpunkt Florian ZUSA gefördert wird. Die Hörfunksendung ist zu einer Institution, einem Netzwerk der Feuerwehren geworden. Viel Arbeit, Kontinuität und Aktionsfreudigkeit haben dies insbesondere in den letzten Jahren bewirkt.

Herzlichen Dank an Claus Lühr, Andreas Bahr und Jan Wilkens und an Radio ZUSA für den Sendeplatz.

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