Wenn die Feuerwehr zur Brandschutzerziehung in die Grundschule kommt, herrscht unter den Viertklässlern eine gewisse Aufregung. Denn schließlich sind 90 Minuten Unterricht beim Ortsbrandmeister spannender als Mathe oder Deutsch. Das Team um Klaus-Georg Franke investierte zwei Vormittage in diesen Spezialunterricht. "Wenn Kinder verstehen, wie gefährlich Feuer sein kann, wie sie sich verhalten müssen bei Notfällen oder sogar helfen können, dann nehmen wir ihnen die Angst vor unbekannten Dingen und fördern die Zivilcourage unserer Kinder".

Kinder lernen schnell und haben eine gute Vorstellungskraft. "Gewusst wie" und erkennen "helfen ist gar nicht so schwer" ist der Schlüssel für die allererste Gefahrenabwehr. "Wir sollten Kindern in diesem Alter durchaus rationelle Reaktionen zutrauen", findet Franke. Bereits nach wenigen Minuten theoretischer Einführung wollen die Kinder dann auch konkret wissen, was zu tun ist. Warum brennen Dinge eigentlich? Was mache ich, wenn es brennt? Wie setzte ich einen Notruf ab? Fragen, die lebenswichtig sein können. Und so geht bei den gespielten Szenarien auch gerne mit den einen oder anderen Schülern mal die Fantasie durch. " Gerade die Vorstellungskraft von einer Gefahr wollen wir in diesem Unterricht schärfen, allerdings ohne Panik zu verbreiten. Und deshalb geht es im zweiten praktischen Teil der Unterweisung auch in das Feuerwehrhaus. Hier erklären Feuerwehrleute die Arbeitsabläufe sowie die Ausbildung bei der Feuerwehr und demonstrieren anschaulich, wie bspw. eine Spraydose explodieren kann. Experte bei diesen Vorführungen ist Peter Fassnauer, Gerätewart der Feuerwehr Bienenbüttel. Spätestens der von ihm simulierte Fettbrand hat Kindern und Lehrerinnen eine in jedem Haus mögliche Gefahrenquelle aufgezeigt. Dank der beiden Vormittage könnten die Bienenbütteler Grundschüler der vierten Klasse nun Hilfe rufen und damit sogar wichtige Erstrettungen einleiten.

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