Bienenbüttler Feuerwehr-Oldies entern Deutschlands ältestes noch fahrendes Feuerlöschboot

War vor zwei Jahren die Flughafenfeuerwehr das Ziel der Informationsfahrt, ging es dieses Mal in den Hamburger Hafen zur Besichtigung und Hafenrundfahrt der besonderen Art mit Deutschlands ältestem noch fahrenden Feuerlöschboot, der „Feuerwehr IV“.

Das Feuerlöschboot „Feuerwehr IV“ wurde 1930 bei der Berufsfeuerwehr Hamburg in Dienst gestellt und 1980 ausgemustert. Das Boot hat eine Zentrifugal-Schaltpumpe, die bei 10 bar 2.500 L die Minute abgeben kann, bei 5 bar 5.000 L die Minute. Dazu hat das Feuerlöschboot 4 B-Schlauch-Anschlüsse. 


Als bekannt wurde, dass das Feuerlöschboot ausgemustert werden sollte, hatten sich zehn engagierte Feuerwehrle

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ute der Berufsfeuerwehr Hamburg um den Erhalt bemüht. Von 1981 bis 2005 war das Löschboot im Besitz des Museums für Hamburgische Geschichte. Die engagierten Feuerwehrleute restaurierten das Schiff auf dem Gelände der Werft Blohm & Voss in dreijähriger Arbeit nach Originalbauplänen. 

Das Feuerlöschboot wurde dann an den Verein der Hamburger Feuerwehr-Historiker übergeben und am 21. April 2005 in die Denkmalliste des Denkmalschutzamtes der Hamburger Kulturbehörde übernommen.

Nach dem Ablegen an der Kehrwiederspitze ging es bei strahlendem Sommerwetter mit dem Feuerlöschboot durch den Hamburger Hafen, vorbei an der Skyline der Hamburger Landungsbrücken in verschiedene Hafenbecken, die bei den üblichen Hafenrundfahrten nicht angesteuert werden.

Von den insgesamt acht Personen, die das Feuerlöschboot derzeit in Schuss halten, waren drei als Besatzungsmitglieder an Bord, allesamt bei der Hamburger Berufsfeuerwehr (gewesen), die die Fragen der Bienenbütteler Oldie-Truppe beantworteten.

Radio ZuSa Beitrag Feuerlöschboot webHorst Hühnken, Löschbootfahrer bei der Berufsfeuerwehr, sorgte als Verantwortlicher am Ruder dafür, dass Schiff und Gäste heil durch den Hafen „geschippert“ wurden.
Karl Winzentsen, 81 Jahre alt, Gründer der Sparte Feuerlöschboot im Verein der Hamburger Feuerwehr-Historiker, und nunmehr Letzter der ersten Besatzung des Museumsschiffes, sorgte am Bug des Feuerlöschbootes für die nötigen Erklärungen, während Boris Lewandowski, seit 2008 dabei und an der Landesfeuerwehrschule Hamburg tätig, am Heck nicht nur den Wissensdurst der „Feuerwehr-Landratten“ stillte.

Nach gut zwei Stunden Fahrt legte die „Feuerwehr IV“ wieder an ihrem angestammten Liegeplatz an. Lag beim Ablegen neben dem Museumsboot noch das viel größere derzeit für den Einsatz vorgesehene Feuerlöschboot, war der Liegeplatz bei Rückkehr verwaist, das Feuerlöschboot hatte abgelegt zu einem Ernstfall!

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