Titel Deutscher Meister und Qualifikation für die Europameisterschaften
Für die neue ´alte` Frauen B- Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr ging ein geheimer Traum in Erfüllung. Sie hatte bei den Deutschen Meisterschaften in Böblingen/ Stuttgart keiner auf dem Zettel. Selbst rechneten sie sich keine große Chance auf die Qualifizierung zu den Europameisterschaften aus. Aber - sie sind qualifiziert und sogar Deutscher Meister mit einer Leistung, die sich sehen lassen kann.


Nach einer fast fünfjährigen Pause gingen sie erneut an den Start. Motiviert von Georg Merlin Franke, der bereits als Kind auf europäischen Wettbewerbsplätzen zuhause war. Er trainierte über weite Strecken, neben seinem Vater Klaus Georg Franke, diese Mannschaft. Obwohl im Vorfeld Verletzungen noch für eine kurzfristige Umstellung der Gruppe sorgten, absolvierten die Frauen einen fehlerfreien Wettkampf in 48.4 Sekunden. Auf der Skala aller startenden Frauenmannschaften - in den Wertungsklassen A und B - erreichten sie die zweitschnellste Zeit. Die dazugehörige 400-Meterstaffel lief ebenfalls schnell und fehlerfrei ab. Beides ruft neue Herausforderungen auf den Plan. Für die im kommenden Sommer stattfindende Feuerwehrolympiade in Ostrava/Tschechien, haben die Bienenbütteler Frauen sich viel vorgenommen. Zumindest angepeilt wird der Titel der Europameister. " Wir brauchen ein Ziel, auf das wir in den nächsten 12 Monaten hinarbeiten können. Dazu wäre es wunderbar, wenn sich mehr Frauen, ab einem Alter von mehr als 30 Jahren, für diesen Sport interessieren würden", so Gisela Neuholz, Gruppenführerin und erfahrene Wettkämpferin. " Verletzungen wie Zerrungen und Muskelanrisse kommen, ebenso wie bei anderen Sportarten leider vor. Ersatzleute sind im Mannschaftswettbewerb also immens wichtig und sehr willkommen. Uns hätte diese dünne Mannschaftsdecke fast die Teilnahme gekostet", erklärt sie weiter.

Anstrengend war die Woche im Trainingslager mit den abschließenden Wettkämpfen schon. Tägliches Training für sämtliche Mannschaften, die Konzentration auf den Punkt bringen - beides schwer zu leisten, vor allem dann, wenn im Stadion die Schlachtenbummler ihre Gruppen lautstark anfeuern. Und so helfen manchmal Tricks wie ein selber auferlegtes Redeverbot, konzentrierte Übungen kurz vor dem entscheidenden Start. Die Hälfte der Gruppe waren Neulinge, gingen erstmals bei Deutschen Meisterschaften an den Start. Aufregung und Nervosität sind da vorprogrammiert und der Respekt vor der Konkurrenz ist dicht vor Augen.

Bienenbüttel und den Landkreis würdig vertreten
Erstmals ging eine Feuerwehr - die FF Bienenbüttel - in der Geschichte dieser Wettbewerbe mit vier Gruppen an den Start. So viele Mannschaften hatte vorher noch nie eine Feuerwehr qualifiziert. Entsprechend hoch waren auch die Erwartungen an die Bienenbütteler Mannschaften. Leider konnten sich die Herren A und B-Mannschaften, sowie die Frauen- A Mannschaft nicht qualifizieren. Sie galten als heiße Favoriten, brachten Topleistungen in den Vorwettbewerben und im Training, aber machten leider Fehler im entscheidenden Wettkampf. Bei diesen traditionellen Wettbewerben ist nicht nur präzises Arbeiten, sondern auch die berühmte Portion Glück im Spiel. Sämtliche Gruppenmitglieder müssen homogen, Hand in Hand und wie am Schnürchen arbeiten und das Ganze unter absolutem Zeitdruck. Da ist ein Fehler schnell gemacht. "Eine Stärke unserer vier Gruppen ist die gelebte Kameradschaft. Der Zusammenhalt und die gegenseitige Wertschätzung der Wettkämpfer untereinander lässt uns die Niederlagen schneller akzeptieren und den Erfolg gemeinsam genießen"; so Ortsbrandmeister Klaus- Georg Franke. Insgesamt haben die Bienenbütteler Feuerwehrmänner und -frauen ihren Heimatort und den Landkreis Uelzen sehr gut repräsentiert.
Die Platzierungen der vier Bienenbütteler Gruppen aus über 800 Wettkämpfern:

  • Damen A (Wertung ohne Altersgutpunkte)     
Platz 3
  • Herren A
Platz 11
  • Herren B (Wertung mit Altersgutpunkten)
Platz 7
  • Damen B
Platz 1


"Der Tag nach den Deutschen Feuerwehrmeisterschaften ist für uns der erste Tag zur Vorbereitung auf die nächste Qualifikationsrunde in vier Jahren", so Matthias Scheele, Leiter der Herren A. "Wir werden die Mannschaft teilweise neu aufstellen und versuchen noch besser zu werden", so Nadine Peltret, die die Damen A betreut. "Wir freuen uns über jede Dame und jeden Herrn so ab 16, die sich für diesen Wettbewerb interessieren". Im kommenden Jahr wollen die jungen Frauen und Männer auf eine große Wettbewerbstour durch Europa gehen.

Wer Interesse hat:
Einfach bei der Feuerwehr Bienenbüttel melden oder Kontakt über Ortsbrandmeister Klaus - Georg Franke (Tel.: 1232) suchen.

Die LFV-Bekanntmachung 2008/54 mehr..

 
Samstag, 26.07.2008:

Deutsche Meisterschaften - Bienenbütteler Feuerwehrleute nahmen erfolgreich teil.
Für die Frauen B Gruppe wurde ein Traum wahr. Sie qualifizierten sind für die Europameisterschaften 2009 in Ostrawa und wurden auch gleich noch deutsche Meister in ihrer Wertungsklasse. Auch die Damen A, Herren A und Herren B lieferten gute Übungen ab. Leider reichte es hier bei starker Konkurrenz nicht für eine weitere Qualifikation. Hier die offiziellen Newsletter des Deutschen Feuerwehrverbands.

 

 Samstag 20.07.2008

Deutsche Meisterschaften - Bienenbütteler Feuerwehrleute sind dabei. Der Countdown läuft. Im Morgengrauen sind vierzig Männer und Frauen Richtung Böblingen abgefahren. Im Gepäck Trainingspläne und verletzte Wettkämpfer mit der Hoffnung und Sorge, dass sie am Donnerstag und Samstag hoffentlich wieder fit sind. Exakt 40 Männer und Frauen - zwei Herren- und zwei Frauengruppen starten an diesen beiden Tagen bei den Deutschen Meisterschaften im Traditionellen Feuerwehrwettbewerb, der einem Löschangriff und eine 400-Meter- Staffel mit Hindernissen beinhaltet.
Insgesamt gehen in Böblingen rund 1800 Wettkämpfer an den Start. Ihre Hoffnung: Eine Fahrkarte zu den Europameisterschaften im kommenden Jahr in Ostrava, Tschechien, zu erkämpfen. Die Konkurrenz ist groß. In allen 16 Bundesländern trainierten Feuerwehrleute seit drei Jahren für diese Ausscheidungen. Sich sportlich fit halten, Handgriffe detailliert bis zur Perfektion einüben und versuchen, die neun Gruppenmitglieder optimal aufeinander abzustimmen, sind die Ziele. Jeder einzelne zählt in der Mannschaft, nur gemeinsam kann ein Erfolg gelingen, wissen die Trainer. Aber für die Europameisterschaften, der alle vier Jahre stattfindenden Feuerwehrolympiade, können sich nur dreizehn Mannschaften je Nation qualifizieren.
Seit 1974 nimmt die FF Bienenbüttel an diesen internationalen Wettbewerben teil. Die Männer und Frauen haben sich mittlerweile europaweit bei den Feuerwehren einen Namen gemacht. Das verpflichtet und setzt die Bienenbütteler auch unter Druck. "Bisher ist noch keine Feuerwehr mit vier Gruppen an den Start gegangen. Allein diese Tatsache sorgt schon für eine gewisse Erwartungshaltung", so Ortsbrandmeister Klaus-Georg Franke, der als Wettkampfrichter an diesem Wettbewerb teilnimmt. Die deutschlandweiten Trainingswettbewerbe in dieser Saison liefen für die Bienenbütteler nicht so gut. Krankheits- und berufsbedingte Ausfälle setzten allen Gruppen zu und so sind die Wettkämpfer selber nicht allzu optimistisch. "Der olympische Gedanke ´dabei sein ist alles` ist unsere Motivation. Wenn es klappt freuen wir uns riesig. Aber ein wenig Glück gehört auch dazu", erklären Matthias Scheele und Nadine Peltret, Trainer der beiden aussichtsreichen Frauen und Herren - A- Mannschaften. Auf jeden Fall wird ein wenig Daumendrücken am Samstag den Bienenbütteler Wettkämpfern gut tun. Die Gruppen werden am kommenden Sonntag zurück erwartet.

Samstag, 19.07.2008

Bisher einmalig in der Geschichte der internationalen Feuerwehrwettbewerbe in Deutschland:

Vier Gruppen aus Bienenbüttel zu den deutschen Meisterschaften

Erstmals gehen vier Gruppen aus einer Feuerwehr bei den deutschen Meisterschaften an den Start. Diese Gruppen kommen aus der Feuerwehr Bienenbüttel. Eine lange Wettbewerbstradition, Sportlichkeit und Disziplin über viele Jahre haben sie so erfolgreich werden lassen. Zusätzlich zum allgemeinen Feuerwehrdienst, versteht sich, was die kommenden Monate zu einer heißen Zeit werden lässt. "Dieser Feuerwehrsommer hat es in sich! Wir sind an vielen Wochenenden zu Trainingswettkämpfen unterwegs, messen uns mit der Konkurrenz und üben neue Feinheiten unter Wettbewerbsbedingungen ein", erklärt Matthias Scheele, Trainer und Gruppenführer der Herren A - Gruppe. Am vergangenen Wochenende war die Gruppe in Grießheim (Frankfurt/M.) und sicherte sich mit einem sehr schnellen Löschangriff (37,2 Sekunden) den Sieg. Sie gilt als Favorit bei den deutschen Meisterschaften, die im Juli in Böblingen/Stuttgart stattfinden. Eine Woche lang kämpfen hier die vier Mannschaften aus Bienenbüttel mit den jeweils 10 besten Teams aus 16 Bundesländern um den Titel Deutscher Meister und die Fahrkarte zu den Europameisterschaften in Ostrava (2009).
Die beiden Frauengruppen, jeweils in der jungen und alten Klasse, und die Herren B - Mannschaft (Alterklasse) aus Bienenbüttel bereiten sich ebenfalls mehrfach in der Woche auf dem Sportgelände der KGS in Bad Bevensen für diese Ausscheidungen vor. Zum Löschangriff gehört eine 400 Meter - Staffel mit Hindernissen, die derzeit auf der Rundlaufbahn trainiert werden muss. Bis zum 21. Juli, dem Start der DM, geht es für die Gruppen noch nach Eichen/Frankfurt, Ravensburg und Tristringen zu Vorbereitungswettbewerben.
Neben den sportlichen Leistungen ist die Qualifikation der Bienenbütteler Mannschaften auch eine finanzielle Herausforderung. Die Teilnehmer müssen vorschriftsmäßig und ansprechend eingekleidet werden. Verpflegung und Unterbringung für rund vierzig Personen über eine Woche kosten auch im Massenquartier viel Geld. "Die Wettkampfteilnehmer sparen seit Monaten, damit auch Fahrtkosten etc. die Feuerwehrkasse nicht zu sehr belasten", erklärt Ortsbrandmeister Klaus-Georg Franke, der als internationaler Wettkampfrichter tätig ist. "Alle Gruppen sind ehrgeizig und fleißig, trotzdem gehört auch zu diesem Wettbewerb eine Portion Glück. Was sich aber immer wieder abzeichnet und zwangsläufig für den Feuerwehreinsatz ergibt, ist Fitness. ‚Fit for Fire' ist in Bienenbüttel kein Slogan, sondern Realität", freut sich Franke.
 

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